Am Vormittag wurde besprochen wie Jungs eigentlich sind, was sie brauchen, und wie wir als Männer Vorbilder sein können. "Sicherheit" und "Freiheit" waren zwei von insgesamt fünf Bedürfnissen, die Chris dabei herausarbeitete – Aspekte, die oft als Gegensätze erscheinen, aber doch viel miteinander zu tun haben. Und eine große Herausforderung für uns Männer, die wir auch von der Bibel her als "Ausbilder" für unsere Jungs da sein sollen. Sieben Forderungen ließen sich daraus für den Umgang mit dem Nachwuchs ableiten: Raus aus dem Keller! Her mit euren Emotionen! Hände falten, Klappe halten! Lasst sie spüren, dass ihr Jesus liebt! Begebt euch in ihre Welt! Bleibt selbst nah am besten Vorbild! Sucht neue Ideen!
Ein heikles und oft tabuisiertes Thema stand dann am Nachmittag im Mittelpunkt: der Umgang mit Pornographie. Chris stellte zunächst einiges statistisches Material vor. Demnach gaben 70 Prozent der Männer zwischen 16 und 30 Jahren an, regelmäßig auf Sexseiten zu surfen – da liegt es nahe, dass auch "unsere Kreise" davon nicht unberührt bleiben. Aus seelsorgerlicher Perspektive gab Chris viele hilfreiche Hinweise, von "Ans Licht damit" bis "Gottes Vergebung annehmen". Ausführlicher wird die ganze Thematik des Männertags in seinen beiden Büchern "Voll Porno! Warum echte Kerle 'Nein' sagen" und "Voll Mann!? Mit Lust und Frust ein echter Kerl werden" dargestellt.
Insgesamt also wieder ein sehr interessanter und lehrreicher Männertag, gerade angesichts der nicht alltäglichen und herausfordernden Themen. Ein herzlicher Dank gilt dem Referenten, der Organisation vor Ort sowie EGV-Inspektor Sebastian Kuhnert, der am Nachmittag parallel zum Referat von Chris noch eine Bibelarbeit zum Thema "Vorbilder" anbot.
Martin
Bilder: Christian Naake
